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Wissens­wertes
über Montage­anlagen

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HMI-Systeme: Vier Arten, die Maschine zu bedienen

Ein HMI-System (Human-Machine-Interface oder Mensch-Maschine-Schnittstelle) ist die Verbindung zwischen Bedien­personal und Montage­maschine. Hiermit werden die Anlage und die einzelnen Prozesse gesteuert und überwacht. In unseren Maschinen ist das HMI überlicherweise ein Touch­panel.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein HMI an der Anlage anzubringen. Sie unterscheiden sich nach Einbau­art und Verbindungs­typ und eignen sich für verschiedene Einsatz­möglichkeiten.

Wir stellen Ihnen vier Varianten vor und erläutern, wann welche Lösung die beste Wahl ist.

 

Variante 1: HMI im Anlagengehäuse integriert

 

Das bewährte Konzept


Das klassische HMI-Panel wird fest eingebaut: meist direkt in die Tür des Schalt­schranks. Das HMI bildet eine feste Einheit mit der Maschinen­steuerung. Diese Lösung hat sich über Jahre bewährt und ist nach wie vor weit verbreitet. Die Kommunikation zur SPS erfolgt über kurze, direkte Verbindungen – meist per Ethernet oder spezielle Feld­busse.

Vorteile

  • Maximal robust: Fest installierte Panels sitzen sicher im Schalt­schrank oder der Maschinen­verkleidung und können weder herunter­fallen noch versehentlich beschädigt werden.
  • Immer verfügbar: Keine leeren Akkus, keine WLAN-Verbindungen, die abreißen – das Panel ist immer einsatzbereit, wenn die Maschine läuft.
  • Kosteneffizient: Die Installation ist unkompliziert. Einmal eingebaut, funktioniert das System jahrelang wartungsfrei.

 

Aber

  • Nicht mobil: Der Bediener ist an den Standort des HMI gebunden. Bei großen Anlagen oder wenn verschiedene Maschinen­bereiche überwacht werden müssen, ist das unpraktisch.

 

Ideal für

  • Kompakte Maschinen
  • Anlagen mit einem festen Arbeits­platz
  • Überall dort, wo Robust­heit wichtiger ist als Flexibilität

 

Variante 2: HMI am Schwenkarm


Flexibilität mit fester Basis

 

Bei der Schwenkarm-Lösung wird das HMI-Panel an einem verstellbaren Arm montiert, der am Maschinen­gestell befestigt ist. Das Panel kann an diesem Arm um bis zu 300° um die Maschine geschwenkt werden.

Vorteile

  • Ergonomische Anpassung: Der Bediener kann das Display immer zu der Prozess­station schwenken, an der er gerade arbeitet.
  • Verschiedene Arbeitsmodi: Wartungs­arbeiten, Einrichtung oder Diagnose können direkt am jeweiligen Maschinen­bereich durchgeführt werden.
  • Geschützte Verbindung: Die Kabel­führung erfolgt durch den Schwenk­arm und ist so vor mechanischen Beschädigungen geschützt.
  • Immer verfügbar: Wie beim fest installierten Panel gibt es keine Akkus, die ausfallen können.

 

Herausforderungen

  • Begrenzter Bewegungs­radius: Der Schwenk­arm ermöglicht deutlich mehr Flexibilität als ein fest eingebautes HMI, aber der Bewegungs­bereich ist dennoch nicht unbegrenzt.
  • Mechanischer Verschleiß: Bewegliche Teile unterliegen naturgemäß einem höheren Verschleiß als fest installierte Komponenten.
  • Höhere Kosten: Der Schwenk­arm und die zugehörige Mechanik schlagen mit zusätzlichen Kosten zu Buche.

 

Ideal für

  • Arbeits­plätze, an denen der Bediener öfter die Position wechselt
  • Maschinen mit mehreren Arbeits­bereichen

 

Variante 3: HMI-Panel per Kabel verbunden


Mobilität an der langen Leine

 

Das kabel­verbundene HMI bietet die Möglichkeit, das Bedien­gerät frei zu bewegen, es bleibt aber über ein Kabel mit der Maschine verbunden. Diese Lösung kombiniert Mobilität mit der Zuverlässigkeit einer direkten Verbindung.

Vorteile

  • Freie Bewegung: Der Bediener kann sich im Rahmen der Kabel­länge frei bewegen und das HMI dorthin mitnehmen, wo es gerade gebraucht wird.
  • Verschiedene Arbeits­modi: Wartungs­arbeiten, Einrichtung oder Diagnose können direkt am jeweiligen Maschinen­bereich durchgeführt werden.
  • Keine Energie­probleme: Die Strom­versorgung erfolgt über das Kabel – leere Akkus sind kein Thema.

 

Herausforderungen

  • Kabel­management: Das Kabel kann zur Stolper­falle werden oder sich in Maschinen­teilen verfangen. Eine durch­dachte Kabel­führung ist essentiell.
  • Reichweite: Die Kabel­länge definiert den maximalen Bewegungs­radius. Für sehr große Anlagen kann das limitierend sein. Diese Einschränkung kann vermieden werden, indem man mehrere Steck­kontakte an verschiedenen Stellen der Anlage vorsieht.
  • Mechanische Belastung: Kabel unterliegen einem gewissen Verschleiß, besonders bei häufiger Nutzung.

 

Ideal für

  • Inbetrieb­nahme und Wartung
  • Situationen, in denen der Bediener mobil sein muss, aber auf eine zuverlässige Verbindung angewiesen ist

 

Variante 4: Drahtloses HMI-Tablet


Vollständige Mobilität

 

Das industrielle Tablet mit WLAN-Verbindung zur Maschinen­steuerung bietet die größt­mögliche Flexibilität. Moderne Tablets sind robust genug für den Industrie­einsatz und ermöglichen eine völlig neue Art der Maschinen­bedienung.

Vorteile

  • Unbegrenzte Mobilität: Der Bediener kann sich frei bewegen, ohne durch Kabel eingeschränkt zu sein. Auch die Bedienung aus sicherer Entfernung ist möglich.
  • Mehrere Geräte möglich: Ein WLAN-System kann mehrere Tablets gleichzeitig versorgen – ideal für große Anlagen.
  • Einfache Updates: Software-Aktualisierungen lassen sich drahtlos und zentral verwalten.

 

Herausforderungen

  • Akku-Management: Tablets müssen regelmäßig geladen werden. Um das Risiko leerer Akkus zu minimieren, planen wir Lade­stationen direkt am Schalt­schrank ein.
  • Risiko von Verlust oder Beschädigung: Mobile Geräte können verlegt werden. Das Risiko für Beschädigungen, zum Beispiel durch Herunter­fallen, ist größer als bei den anderen Varianten.

 

Ideal für

  • Große Anlagen mit verschiedenen Arbeitsbereichen
  • Moderne Produktionskonzepte
  • Wartung und Service
  • Überall dort, wo maximale Flexibilität gefordert ist

 

Die richtige Wahl: Eine Frage der Anforderungen

Bei der Entscheidung für die passende HMI-Variante sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

Anlagengröße: Je größer die Maschine, desto wichtiger wird die Mobilität der Bedien­einheit.

Arbeitsabläufe: Wechselt der Bediener häufig die Position oder arbeitet er haupt­sächlich von einem festen Platz aus?

Umgebungsbedingungen: In rauen Industrie­umgebungen sind fest installierte Lösungen oft die bessere Wahl.

Budget: Flexible Lösungen sind aufwändiger und damit teurer als ein fest eingebautes HMI.

 

 

 

Fazit: Jede Variante hat ihre Berechtigung


Es gibt nicht die eine perfekte HMI-Lösung für alle Anwendungen. Jede Variante hat ihre spezifischen Stärken und ihren Einsatz­bereich.

Die richtige Entscheidung basiert auf einer gründlichen Analyse Ihrer Anforderungen. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die aktuellen Bedürfnisse, sondern auch zukünftige Entwicklungen. Denn ein durchdachtes HMI-Konzept ist eine Investition, die sich über viele Jahre auszahlt – in Form zufriedenerer Mitarbeiter, effizienterer Prozesse und letztendlich einer höheren Produktivität.

Auch eine Kombination verschiedener HMI-Varianten kann sinnvoll sein: Ein fest installiertes Panel für die grundlegende Maschinen­bedienung, ergänzt durch ein Tablet, wenn Flexibilität gefragt ist. So kombinieren Sie die Vorteile zweier Systeme und schaffen ein bedarfs­gerechtes Bedien­system.

 

 

Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen, dann melden Sie sich gerne bei uns unter marketing@las-automation.de oder Tel. +49 (0) 7172 18917-601.